So soll’s zurück in die Halle gehen

Deutscher Handball-Bund veröffentlicht Konzept, das bei Rückkehr in Trainings-alltag helfen soll / Vier-Stufen-Plan

 

Der Deutsche Handball-Bund (DHB) hat ein weiteres Konzept veröffentlicht, das Sportlern, Trainern und Vereinen dabei helfen soll, nach der langen Corona-bedingten Pause sicher und verantwortungsbewusst in den Trainingsalltag zurückzufinden. Nach ,,Return to Play” und ,,Return to Competition” kommt nun mit ,,Return to Court” Unterstützung beim Aufbau und “der Steuerung der Trainingsbelastung, die sich laut DHB explizit an den ,,Amateur-Handball” – und damit die Basis – richtet und diesem eine stufenweise Rückkehr vom Lockdown in die Halle ermöglichen soll.

,,Return to Court” umfasst insgesamt vier Stufen, wobei, so empfiehlt es das auch als Poster zum Herunterladen bereitstehende Konzeptpapier, in einem jeweils knapp zweiwöchigen Rhythmus mit jeder neuen Stufe die Belastung kontinuierlich und sicher gesteigert werden soll. Wesentlicher Baustein sind Trainingsvideos aus der im März 2020 ins Leben gerufenen’ und auch auf Youtube zu findenden DHB-Fitnessreihe ,,Wir machen stark – fit mit dem DHB”, die als Orientierung für die Trainingsinhalte der einzelnen Stufenphasen dienen sollen und auch schon in der Vorbereitung auf die Saison 2020/21 von den heimischen Handballern gut angenommen wurden.

Achtwöchige Phase

Vier Stufen a zwei Wochen – somit geht „Return to Play” von einer mindestens achtwöchigen Phase aus, bis das Ziel, ein vollumfängliches Handballtraining, erreicht ist. Das ebenso wichtig ist wie die Ausgangssituation. Weshalb in das Konzept mit eingearbeitet wurde, dass sich die Trainer zunächst auch mit der Frage auseinandersetzen müssen, wo die Teammitglieder nach der längeren Pause, die sicherlich sportlich unterschiedlich aktiv ausfiel, denn vor der Wiederaufnahme der Übungseinheiten stehen. Und genauso ist es ratsam, sich genau zu überlegen, wo es letztlich hingehen soll, beispielsweise wie oft und wie lange künftig trainiert werden soll.

Losgehen (Stufe I) soll es mit ,,Heimtraining” – in Form von allgemeinem Athletiktraining und verbunden mit dem Appell, maximale Intensität vorerst zu vermeiden und erst im ,,fortgeschrittenen Trainingszustand” einfließen zu lassen. Per QR-Code verlinkt sind dazu Youtube-Videos mit hauptsächlich in den eigenen vier Wänden durchführbaren Übungen. Hierbei geht es sowohl um Kräftigung als auch um Beweglichkeit, Stabilisation und Kondition.

Stufe 2 ist überschrieben mit ,,Heimtraining+” und befasst sich mit spezifischem Athletiktraining, mit dem Schnellkraft, Reaktivkraft und Schnelligkeit geschult werden sollen. Zweiter Schwerpunkt ist die Vorbereitung auf grundlegende handballspezifische Aktionen wie Pässe und Würfe, Richtungswechsel, Sprünge und Landungen, Starts und Stopps und Ähnlichem. Dazu gibt es bewegte Bildermit vielfältigen und nicht allzu komplexen Übungen, die sich ohne viel Aufwand und mit nur wenigen Hilfsmitteln draußen oder drinnen ausführen lassen. Auch Trainingsformen mit dem Ball sind schon dabei.

Nach dem Bergfest rund vier Wochen vor dem Erreichen des Ziels soll es in Stufe 3, das ,,Eingeschränkte Handballtraining”, gehen – und damit in die Halle. Dabei wird ausdrücklich empfohlen, zu Beginn ,,hochintensive Aktionen” zu reduzieren, weil die Spieler die handballspezifischen Belastungen nicht mehr gewohnt seien. ,,Zweikämpfe, Würfe, Sprints aber auch Richtungswechsel, Sprünge und Landungen sind für Muskeln, Gelenke, Sehnen und Bänder hochintensive Belastungen. die selbst durch gutes Athletiktraining nicht simuliert werden können”, heißt es hierzu im Konzept des DHB. Weiterer Ratschlag:
zunächst mit weniger und kürzeren Einheiten – 60 Prozent gemessen am geplanten beziehungsweisen üblichen Umfang –anfangen und diese dann langsam steigern.

Steigende Inzidenz bremst die Hoffnung

Eine Steigerung, die sich dann bis zu Stufe 4 ,,Handballtraining” -im bis vor Corona gewohnten vollen’ Umfang fortsetzen soll. Ziel erreicht! Bleibt nur noch die Frage, ob und wann sich ,,Return to Court” auch in diesem zeitlichen Rahmen absolvieren lässt. Denn noch sind die meisten Hallen geschlossen und machen die wieder steigenden Inzidenzzahlen auch wenig Hoffnung, dass sich das sehr bald ändert.

Weitere Informationen des Deutschen Handball-Bundes zum “Return to Play” erhält man auf der Internetseite des DHB.

Direkter Link zur entsprechenden DHB-Internetseite

 

Nachfolgend einige PDF-Dokumente des DHB zu dem o. g. Thema

Return to Play

Rückführung zum Training

Übungen für Kinder

Checkliste Trainer

Gründliches Hände waschen vor und nach dem Training

Quelle:  Bericht in der Oberhessischen Zeitung vom 07.04.2021