Neustart für Ende Oktober geplant

Hessischer Handballverband plant Spielbetrieb auf Landesebene mit vielen kleineren Staffeln

Der Hessische Handballverband (HHV) hat entschieden, wie der Spielbetrieb auf Landesebene weitergehen soll. Und vor allem auch, wann wieder gespielt wird. Dabei wird es nicht unerhebliche Veränderungen im Spielmodus geben, sowohl bei den Aktiven als auch bei der Jugend. Zuerst einmal steht nun fest, wann die neue Saison eröffnet wird. Für alle Mannschaften auf Hessenebene, also den Oberligen und Landesligen, beginnt die Saison 2021/22 am Wochenende des 30. und 31. Oktober.

Das ist spät im Jahr, macht aber aus verschiedenen Gründen Sinn. „Wir wollen allen Mannschaften die Möglichkeit bieten, sich ordentlich auf die Saison vorzubereiten. Trainingsbetrieb und Regeneration sind wichtig, schließlich war die Corona-.Pause extrem lang”, erklärt Gunter Eckart. Der Präsident des HHV verweist auch auf ein weiteres Problem. Zwar seien die Inzidenz-Zahlen starken gesunken und zumeist laut Gesetz auch Hallentraining wieder möglich, dennoch sind in einigen der sieben hessischen Handballbezirke die Sporthallen noch geschlossen. So hat beispielsweise der Kreis Offenbach angekündigt, seine Hallen erst nach den Sommerferien zu öffnen.

„Die Hallenöffnungen sind sehr heterogen. Auch darauf mussten wir natürlich Rücksicht nehmen”, sagt Eckart. Den Vereinen steht es offen, vor dem Rundenstart Testspiele oder Turniere zu veranstalten. Die Bezirke haben da freie Hand. Eine weitere Veränderung, die es in sich hat, ist die Teilung der einzelnen Staffeln. So wird die Oberliga bei den Männern und Frauen von 16 Mannschaften in jeweils zwei Gruppen halbiert. Die Achter-Staffeln spielen eine normale Runde. Anschließend gibt es eine Aufstiegs-und Abstiegsrunde. Die bis dahin errungenen Punkte werden mitgenommen. Auch die drei Landesligen werden nach regionalen Gesichtspunkten aufgeteilt. Dabei gestaltet sich die Teilung in den Staffeln Nord und Mitte einfacher als im Süden.

Durch die Teilung der Klassen ist der HHV in der Lage, auf weitere Pandemie-bedingte Pausen reagieren zu können.
,,Es wurden vorab sehr viele Gespräche mit den Vereinsvertretern geführt. Dabei gab es eine sehr hohe Zustimmung für unsere Entscheidung”, verrät Eckart. So hat man auch bei den Jugendmannschaften auf Hessenebene (A-bis C-Jugend) entschieden, Ende Oktober zu beginnen. Bei den A-und B-Jugend-Spielklassen wird es jeweils 24 Mannschaften geben, die in sechs Gruppen unter regionalen Aspekten aufgeteilt werden. Aus diesen Sechser-Gruppen werden dann zu Weihnachten zwei Oberliga- und zwei Landesliga-Gruppen entstehen. Diese spielen die Runde fertig, die mit einem Final-Four-Turnier oder einzelnen Endspielen enden soll. Dabei haben Vereine, deren Teams zuletzt in der Oberliga gespielt haben, ein Zugriffsrecht. Zudem stellt jeder Bezirk mindestens einen Qualifikanten. Bei einem Überhang wird im September eine Qualifikation ausgespielt. In der C-Jugend werden wahrscheinlich 28 Mannschaften in sieben Gruppen spielen. Die Qualifikation obliegt den Bezirken. Insgesamt. sei das Modell wohl die beste Lösung, auch um bei eventuellen weiteren Pandemie-Problemen die Spielfähigkeit erhalten zu können.

„Wir haben viele Gespräche geführt und lange beraten. Ich denke, dass ist die beste Lösung in dieser schwierigen Situation”, ist sich Gunter Eckart sicher.
Besonders wichtig für die unterklassig spielenden Vereine: Die Bezirke können andere Verfahrensweisen für ihren Spielbetrieb beschließen. Die in der Präsidiumssitzung beschlossenen Grundzüge zur Gestaltung der Hallensaison 2021/22 basieren auf den Vorschlägen des Arbeitskreises Spieltechnik und des Arbeitskreises Jugend. Die heimischen Handball-Teams (HSG Vulkan Vogelsberg, TSV Grebenhain und TV Alsfeld) gehören dem Bezirk ‘ Melsungen-Fulda an, der TV Homberg/Ohm dem Bezirk Gießen.

Quelle: Bericht in der Oberhessischen Zeitung vom 09.06.2021